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Fragen: Kühlwasser / kWh Kosten / Infoquellen / Zeitplan / Herkunft Holzhack

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  • #736 Antworten
    Rudi Piwko
    Gast

    Es wurde nach der Herkunft des Kühlwassers gefragt (Ich weiß selber nicht, wo in dem System Kühlwasser gebraucht wird ER).

    – Die Kosten pro Kilowattstunde sind bei rund 12 € recht hoch, höher als bei der aktuellen Heizung mit Gas. Ab wann rechnen sich die laufenden Kosten?

    – Wo kann ich genauere Informationen über die Heizungstechnik finden? Gibt es einfach zu verstehendes fact-sheet?

    Wie lange dauert es bis die Nahwärme funktioniert – also ab wann wird mein Haus damit beheizt? Ich muss meine Heizung bald austauschen!

    Woher kommen die Holzhackschnitzel im Biomassenkessel? Ist es totes Holz aus dem Grunewald oder werden noch gesunde Bäume extra dafür gefällt?

    #942 Antworten
    Sabine Drewes
    Gast

    Die 1. Frage bezieht sich sehr wahrscheinlich auf das Kältemittel, das in den Luft-Wasser-Wärmepumpen verwendet wird. Kältemittel können auch umweltschädlich sein. Das Kältemittel wird der Genossenschaft wird aber umweltfreundlich sein. Es handelt sich wahrscheinlich – so weit sind wir noch nicht in der Planung – um R1234ze(E) sein. Es ist ein schwer entzündbares Kältemittel und besitzt ein Treibhauspotenzial (Global Warming Potential, GWP) von weniger als 1.

    #943 Antworten
    Sabine Drewes
    Gast

    Genaueren Informationen zum Konzept: Das Factsheet zur Nahwärmestudie (also die Kurzfassung) finden Sie unter „Downloads“ auf dieser Seite. Dort sind auch Links zu den beiden Machbarkeitsstudien des Ingenieurbüros DME Consult zu finden.

    #944 Antworten
    Sabine Drewes
    Gast

    Wenn man die Kosten pro kWh bei der Nahwärme mit dem Erdgaspreis vergleicht, muss man bedenken, dass die Gaspreise nur die reinen Brennstoffkosten abbilden. Der Vergleich muss auch die Anschaffungkosten der Heizung, Wartungskosten, Reperaturen und Schornsteinfeger berücksichtigen – also müssen die sog. „Vollkosten“ verglichen werden. Die Vollkosten enthalten die Investitionskosten. Wenn man das vergleicht, lohnt sich der Nahwärmeanschluss nach spätestens 20 Jahren. Die Vollkosten haben wir auch in der Grafik verglichen, die man auf der Hauptseite (Home) unter dem Stichwort „nachhaltig – ökonomisch“ findet.
    Allerdings muss man bedenken, dass der Erdgaspreis in Zukunft vielleicht noch viel größeren Schwankungen ausgesetzt sein wird und die Erdgas-Verteilnetze in Zukunft zurückgebaut werden müssen, wenn man einen Rückgang der CO2-Emissionen bei der Wärme erreichen will. Mit dem Nahwärmenetz startet das Quartier direkt in eine regenerative Zukunft. Das Netz wird sich immer mehr lohnen, weil sich nach und nach mehr Haushalte anschließen werden.

    #945 Antworten
    Sabine Drewes
    Gast

    Wie lange dauert es bis die Nahwärme funktioniert? Der gegenwärtige Zeitplan ist: 2022 Genossenschaftsgründung und Bauvorbereitung, Auschreibungen; 2023: Vergabe von Bauleistungen und Baubeginn; 2024 Baufertigstellung und erste Wärmelieferung
    Wir bemühen uns darum, Übergangslösungen für alle zu unterstützen, die sich an das Nahwärmenetz anschließen wollen und deren Heizung den Geist aufgibt.

    #946 Antworten
    Sabine Drewes
    Gast

    Woher werden die Hackschnitzel kommen? Das steht noch nicht fest. Totholz aus dem Grunewald wird es nicht sein. Das wäre auch nicht gut – das Totholz wird im Grunewald teilweise absichtlich dort gelassen, weil es wichtig ist für Insekten, Vögel und andere Tiere. Zurzeit ist an Sägewerksabfälle aus der Uckermark gedacht, die zu Holzhackschnitzeln verarbeitet werden.
    Man sollte auch beachten, dass das Nahwärmekonzept nur noch 30 Prozent Biomasse braucht – also sehr wenig für ein Quartier, in dem die Gebäude noch einen hohen Heizwärmebedarf haben. Biomasse zu verwenden ist auf jeden Fall nachhaltiger als weiter Erdgas zu verbrennen! Und das wäre für weitere 10 Jahre wahrscheinlich für die meisten Eichkämper die Alternative.

    #1153 Antworten
    Heinz Rasche
    Gast

    Hallo,
    ich habe zwei Fragen. Wie sieht es momentan mit der Anschlußplanung der Heerstraßensiedlung aus?
    Warum habt ihr Euch für eine Luft-Wärmepumpe entschieden und gegen eine Erdwärmepumpe?
    Beste Grüße
    Heinz Rasche

    #1200 Antworten
    Marcus Schuchardt
    Gast

    Hallo verehrter Herr Rasche und Gruß in die Heerstraßensiedlung!
    Leider gibt es noch Verzögerungen beim Anschluß der Heerstraßensiedlung.
    Wir hatten eigentlich vor, eine oberflächennahe Geothermielösung zu realisieren. Dabei wird Grundwasser durch die Wärmepumpe geleitet und die Wärme des Grundwassers in die Haushalte „gepumpt“. Leider ist das Grundwasser vom Reichsbahnausbesserungswerk verseucht worden und eine Grundwassernutzung ist schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Das aus dem Grund hochgepumpte verseuchte Wasser müßte gereinigt werden, um nach der Wärmenutzung der Kanalisation zugeführt zu werden. Das wäre zu teuer. Daher die Lösung mit den Luft/Wasserwärmepumpen.
    Eine schöne Zeit und bleiben Sie der Nahwärme gewogen. Wir hoffen auf baldige Realisierung des ersten Bauabschnitts in Eichkamp und auf eine schnellstmögliche Ausweitung in die Heerstraße!
    Ihr Marcus Schuchardt

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